Donnerstag, 17. Mai 2018

Der kleine Tiger und die Maskiertechnik


Mich plagt ein mittelschweres schlechtes Gewissen. Ich weiß ja nicht, ob es anderen Leuten auch so geht aber ICH will immer alles haben. Und manchmal beinhaltet dieses "alles" eine Winzigkeit "zuviel". So kommt es dann, das ich Dinge besitze und auch schon mal längere Zeit besitze ohne sie zu benutzen. Klar hab ich beim Kauf genau gewusst, was ich damit machen will und ich weiß es natürlich auch jetzt noch aber dann kam immer etwas dazwischen...
In seltenen Fällen vergesse ich die Sachen dann komplett bis sie mir durch Zufall wieder in die Finger kommen.
So ist es jetzt zum Beispiel dem niedlichen Tiger ergangen. Zum einen tut mir natürlich der Tiger leid, weil er so lange einsam und ohne einen Sinn geblieben ist, zum anderen sind diese Stempel schlicht und ergreifend einfach zu teuer um im Schrank zu vergammeln.
Deshalb darf der kleine Tiger mir heute dabei helfen die Maskiertechnik zu erklären.
Mit Hilfe der Maskiertechnik kann man zwei Stempel übereinander stempeln ohne das dabei der eine in den anderen gerät sondern es eben aussieht als wären die Abdrücke hintereinander. Ich denke ihr wisst, was ich meine. Es hört sich jetzt auch komplizierter an als es ist...

Zunächst sucht man sich seine Motive zusammen. In meinem Fall ein Stempelset von Mft. Für den Anfang würde ich zu Dingen raten, die nicht zu filigran und leicht auszuschneiden sind.

Jetzt müssen nämlich erst einmal die Masken hergestellt werden. Dazu stempel ich alle meine Motive auf normales Kopierpapier oder etwas ähnlichem. Wichtig ist, das das Papier nicht zu dick ist.
Anschließend werden die Motive ausgeschnitten.


Nun ist ein wenig Planung gefragt. Im Vorfeld muss man sich überlegen welches Motiv im Vordergrund sein soll.
Dieses wird dann auf den Untergrund gestempelt.


Darauf muss nun die Maske, also das gleiche Motiv, geklebt werden.


Natürlich aber so, das es hinterher auch wieder abgeht. Ich verwende dazu Knetkleber mit dem man auch Bilder an die Wand kleben kann. Er lässt sich nahezu rückstandslos wieder entfernen.
Ich forme dazu zwei kleine Kügelchen, verteile sie auf meinem Bild und drücke die Maske drauf. Leider klebt das Zeug lieber an den Fingern als am Papier aber bisher habe ich noch jeden Kampf damit gewonnen.
Wenn die Maske so angebracht ist, das euer Stempelabdruck ganz genau bedeckt ist, könnt ihr das nächste Motiv stempeln.


Und nun wird die nächste Maske platziert.


Der Vorteil bei dem Knetklebekram ist, das wenn ihr das untere Motiv nicht ganz genau getroffen habt, ihr die Maske noch hin und her schieben könnt.


Wenn das Bild dann fertig ist, werden die Masken wieder entfernt. Sofern euch dabei nichts zerreißt, können die Masken problemlos noch für andere Bilder verwendet werden. Und das Knetklebekram natürlich auch. Allerdings solltet ihr hierbei auf folgendes achten. Manchmal, oder eigentlich irgendwie immer, bin ich nicht geduldig genug und die Stempelfarbe ist noch nicht zu hundert Prozent trocken. In diesem Fall färbt sie den Knetkleber ein und wenn das passiert, rate ich dazu ihn zu entsorgen. Mir ist schon oft passiert das der eingefärbte Kleber dann das nächste Bild verschmiert. Wie gesagt das Klebekrams selbst hinterlässt keine Rückstände, die Stempelfarbe aber schon.


Natürlich kann man die Motive beliebig anordnen. 


Bei diesem Versuch musste ich schmunzeln, weil es kurzzeitig so aussah als wäre der Tiger monstermäßig groß... 
Dann habe ich mir allerdings gedacht, das Palmen bevor sie groß sind, ja wahrscheinlich erst einmal damit anfangen klein zu sein. Deshalb ist der Tiger auch nicht zu groß, sondern die Palmen schlicht und einfach noch sehr jung!

Ich wünsche euch viel Spaß beim Ausprobieren!

Ganz liebe Grüße und bis zum nächsten Mal!


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Tanja